Volksschule Stadtschlaining - Schulprogramm

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Die Festlegung auf die vier Themenbereiche – Selbstständigkeit, Gesundheit, Toleranz, Frieden – war eine Reaktion auf die Erhebung des IST-Zustandes und ein Aufgreifen der Standort spezifischen Situationen und Angebote und ein Anliegen des Lehreteams.

Die Auswertung der Elternfragebögen ergab einerseits eine hochgradige Zustimmung bezüglich Unterrichtsarbeit, Lernerfolge und Ansehen der Schule, andererseits wurden auch Schwachstellen wie z. B. Schulklima und Jause kritisiert.

  • Häufig drang die Sorge um ein gedeihliches Zusammenleben durch. Vermehrt machten sich Eltern Gedanken um die ansteigende Aggressionsbereitschaft mancher Schüler. Gewaltanwendung – verbal und tätlich – werde zunehmend beobachtet. Vor allem die schüchternen, zaghaften Schüler klagten über rüpelhaftes Benehmen mancher Kameraden. Um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, war bereits im Schuljahr 2002/03 das Projekt „Konfliktlösung in der Schule“ durchgeführt worden.

Auch im laufenden Schuljahr sollen die Ziele

  • Friedvolles Zusammenleben und Arbeiten
  • Erlernen einer gesunden Streitkultur
  • Gewaltverzicht

verfolgt werden. Somit wird erwartet, ein „Wohlfühlklima“ in der Schule zu erwirken und die Erziehung zum Frieden zu unterstützen. Die Friedenserziehung in einem globalen Blickwinkel zu betrachten war Absicht der Mitarbeiter des Europäischen Friedensmuseum Schlaining. In dem Projekt „Kinderwelten – Weltenkinder“ wurde die Situation der Kinder in der 3. Welt dargestellt und der Unterschied zu unserer Wohlstandsgesellschaft aufgezeigt.

  • Das eintönige Angebot der Schuljause kritisierten ebenfalls einige Familien. Dieser Beobachtung eine Alternative entgegen zu stellen versucht seit Jahren die Klassenlehrerin VOL Maria Pani, indem sie ihre Schüler zur Mitnahme einer gesunden Jause ermuntert. Der Gedanke der Gesundheitserziehung soll ab Herbst 2003 Klassen übergreifend auch diesen Bereich abdecken. Das Angebot einer täglichen gesunden Jause war wegen eines fehlenden Lieferanten (zu hohe behördliche Auflagen im Lebensmittelbereich, große Investitionen, wenig Abnehmer) nicht zu verwirklichen.
  •  Auch unter unseren Schülern steigt die Zahl der Verhaltens auffälligen und Verhaltens behinderten Kinder. Mit der anfänglichen Ablehnung eines Integrationskindes haben wir bereits traurige Erfahrung gesammelt. Die Eingliederung eines körperbehinderten Schülers bereitet jedoch überhaupt keine Schwierigkeiten. Die Kinder sollen lernen, Mitschüler in ihrer Andersartigkeit zu akzeptieren, Außenseitern Verständnis entgegenzubringen, ihnen Hilfe anzubieten und in die Gemeinschaft einzubeziehen.

  • Menschen aus allen Erteilen, Kulturkreisen und Rassen haben vorübergehend ihren Aufenthalt am Studienort Stadtschlaining. Der Umgang mit Menschen fremdartigen Aussehens soll für unsere SchülerInnen kein außergewöhnliches Erlebnis darstellen. Die Beurteilung „Andersartig aber gleichwertig“ sollen sie durch Vorbildwirkung erleben verstehen lernen.